St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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Jugendtreff soll im November öffnen

Der Jugendtreff soll nicht nur die Schüler der beiden katholischen Schulen ansprechen, sondern auch darüber hin

© WZ-Foto: Grosse Bockhorn

Matthias Köhler freut sich auf seine neue Arbeit in der Kirchengemeinde St. Willehad.

Katholische Kirche, das heißt für Matthias Köhler nicht nur Rückzug. Der 36-Jährige ist seit dem 1. August neuer Pastoralreferent in St. Willehad Wilhelmshaven. Was den Diplom-Theologen an dieser ersten Stelle nach der abgeschlossenen Ausbildung besonders reizt: Er ist daran beteiligt, Neues aufzubauen.

„Haven 83“ heißt das gemeinsame Projekt von katholischer Kirchengemeinde, Cäcilienschule und Franziskus­schule.

In einem Gebäude der früheren Hauptschule Bremer Straße soll ein neues Jugendzentrum entstehen, dessen Hauptleitung Köhler übernehmen wird.

Die Eröffnung ist für November vorgesehen. Derzeit wird das graue Gebäude umgebaut - mit finanzieller Unterstützung des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die laufenden Kosten wird die Kirchengemeinde tragen.

Der Jugendtreff soll nicht nur die Schüler der beiden katholischen Schulen ansprechen, sondern auch darüber hinaus offen sein. Er bietet Platz für kleinere Gruppen, die sich dort treffen. Ein kleine Küche lädt zum Verweilen ein.

Theaterabende, Kurse, Spiele, Improvisiertes sollen darüber hinaus Besucher anlocken.

"Da kann etwas daraus entstehen", ist Köhler zuversichtlich. Er setzt auf viel Eigenständigkeit in der Jugendarbeit. Das hat er auch in seiner bisherigen Wirkungsstätte als Pastoralassistent in der Oldenburger Pfarrgemeinde St. Marien so gehalten. Obwohl er seine Seelsorge-Ausbildung gerade erst abgeschlossen hat, ist er ein "alter Hase" in der Jugendarbeit, war selbst als Kind schon Messdiener und hat später gemeindliche Messdiener- und Jugendarbeit geleitet.

Dabei war sein Schul- und Ausbildungsweg alles andere als geradlinig. Der Vater war bei der Bundeswehr. Und das hieß für die Familie, immer wieder umzuziehen.

Wenn er demnächst mit seiner Frau und den bald zwei Kindern nach Wilhelmshaven zieht, sei der wohl 18. Ortswechsel in seinem Leben, erzählt er.

Für die Schullaufbahn war der ständige Wechsel ungünstig. Das Abitur - altsprachlich - machte er in Neuss nach, nachdem er in Rotenburg an der Wümme eine Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten abgeschlossen hatte.

Hatte er zuvor zwischen Medizin und Theologie als Studienwunsch geschwankt, so war inzwischen die Entscheidung für die Theologie gefallen. Allerdings wählte er als zweites Fach die Biologie - "aus Interesse an einer anderen Sicht der Welt", sagt Köhler. 

Zugleich trieb ihm während des Studiums in Münster und Erfurt die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit um, nicht zuletzt unter dem Aspekt der Globalisierung.

So nahm er auch an einem Ghana-Austausch teil.

Im Studium lernte er seine Frau Lena kennen, die ebenfalls die Ausbildung zur Pastoralreferentin abgeschlossen hat. Auch sie wird nach der jetzt bevorstehenden Geburt des zweiten Kindes in der Gemeinde St. Willehad ihren Dienst antreten.

Sie seine beide dem Norden verbunden, sagt Matthias Köhler. Deshalb seien sie sehr froh, dass sich diese Möglichkeit ergeben habe.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung von Grosse Bockhorn vom 15. August 2017

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