St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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Weltgebetstag der Frauen 2018

Surinam

© Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.

Surinam, das kleinste Land Südamerikas, einst niederländische Kolonie, steht am Weltgebetstag, dem 2.3.2018, im Mittelpunkt der Weltaufmerksamkeit.

Ca. 90 % des Staatsgebietes besteht aus Regenwald mit mehr als 1000 Baumarten, 715 Vogelarten und 60 verschiedenen Arten von Helikonien (auch Hummerscheren oder Falsche Paradiesvogelblumen genannt).

Auch Ameisenbären, Jaguare, Riesenschlangen und Papageien sind in Surinam zu Hause. Riesige Meeresschildkröten legen ihre Eier an der Küste Surinams ab.

Leider ist die Natur durch Raubbau, den Bauxit- und Goldabbau gefährdet.

Die Bevölkerung Surinams ist multi-ethnisch. Während der Kolonialzeit schufteten die indigenen Menschen und die aus Westafrika verschleppten Sklaven zunächst für die Briten, dann für die Niederländer.

Nach der Sklavenzeit warben die Niederländer Vertragsarbeiter aus Indien, China und Java an. Auch Europäer, Menschen aus dem nahen Osten und aus den südamerikanischen Nachbarländern wanderten ein.

Darum ist Surinam heute mit seinen rund 540.000 Einwohner*innen ein ethnischer, religiöser und kultureller Schmelztiegel mit einem sich bereichernden, respektvollen Miteinander aller Bevölkerungsgruppen mit rund 20 Sprachen.

Der Großteil der Bevölkerung lebt in Küstennähe, die meisten von ihnen in der vom UNESCO Weltkulturerbe geschützten Hauptstadt Paramaribo.

Dort steht die Synagoge neben einer Moschee; christliche Kirchen und ein Hindutempel sind nur wenige Häuserblocks entfernt.

Die Hälfte der Bevölkerung ist christlich.

An der Liturgie zum Weltgebetstag haben surinamische Christinnen aus fünf Konfessionen mitgewirkt. Das Thema lautet: "Gottes Schöpfung ist sehr gut".

Christinnen in über 170 Ländern weltweit gestalten den Weltgebetsgottesdienst nach der Liturgie aus Surinam und laden Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche herzlich ein, den Gottesdienst am Freitag, dem 2. März 2018, mitzufeiern.

Dramatischer Appell des Bischofs von Paramaribo wegen Quecksilberbelastung

"Gran tangi gi Mama Aisa (In gratitude to mother Earth)", Sri Irodikromo

Titelbild zum Weltgebetstag 2018

Der katholische Bischof von Paramaribo, Karel Choennie, hat sich zum Tag der Erde am 22. April mit einem Hirtenwort öffentlich an die politischen Entscheidungsträger in Surinam gewandt.

Darin fordert er mit Bezug  auf den Bibeltext des Weltgebetstags 2018 „Und Gott sah an alles, was er geschaffen hatte, und es war sehr gut“ (Gen 1,31) dem illegalen Goldabbau im Landesinneren Einhalt zu gebieten:

„In neuen Untersuchungen der Flüsse in Surinam und der Bevölkerung, die in der Nähe von Goldabbaugebieten im Landesinneren lebt, haben Wissenschaftler Quecksilber nicht nur in Flüssen und Fischen festgestellt. 70 - 100 Prozent der schwangeren Frauen und der Kinder weisen gesundheitsschädliche Mengen von Quecksilber auf, die zu Gehirnschädigungen führen. Diese und weitere furchtbare Konsequenzen des rücksichtslosen Goldabbaus nehmen leider immer mehr zu. Dies ist den Politikern bekannt. Aber die Unfähigkeit bzw. Weigerung, die gesetzlichen Vorschriften in diesem Bereich umzusetzen, beschwört die immense Gefahr herauf, dass wir auf eine ökologische und menschliche Katastrophe zusteuern.“

: Christa Hugenberg

Ansprechpartnerin

Christus König Kirche
Telefon: 0 44 21 - 5 65 05

: Ruth van Kampen

Ansprechpartnerin

St. Bonifatius Kirche
Telefon: 0 44 22 - 30 08

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