St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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Die Orgel der St. Marien Kirche

Bereits die 1879 gebaute erste St. Marien Kirche, sie stand an der Ansgaristr. und wurde darum auch oft Ansgari – Kirche genannt, hatte im Jahr 1884 eine Orgel bekommen.

Erstellt wurde sie vom Orgelbauer Friedrich Fleiter aus Münster. Die Kirche und mit ihr die Orgel wurden bei einem schweren Bombenangriff am 15. Oktober 1944 vollständig zerstört.

Die 1948 erbaute Notkirche in der Otto–Meentz–Str. erhielt 1953 eine kleine neue Orgel, ein sogenanntes Positiv (4 Register, angehängtes Pedal).

Diese kleine Orgel war ein Geschenk von Katharina Landwehr, aus Kovington/Kyl, USA. Sie war eine Cousine des damaligen Pfarrers Johannes Landwehr.

Nach Stationen auf Wangerooge (St. Willehad) und in der St. Ansgar Kirche (Wiesenhof), wurde sie 1998 in der Seitenkapelle der St. Marien Kirche erneut aufgebaut.

Im Jahr 1969 bekam St. Marien eine neue Orgel.

Sie wurde von der Firma Alfred Führer gebaut und am 1. Juni 1969 von Prälat Grafenhorst geweiht. Zu der Zeit stand sie auf der linken Seite der Empore.

Die Disposition dieses Instruments lautet:

I. Hauptwerk (1. Manual)

  • Prinzipal 8'
  • Koppelflöte 8'
  • Oktave 4'
  • Spitzflöte 4'
  • Hohlflöte 2'
  • Mixtur 4f. 1 1/3'
  • Trompete 8'
  • Cornett 5f. ab c' *

II. Brustwerk (2. Manual)

  • Holzgedackt 8'
  • Rohrflöte 4'
  • Prinzipal 2'
  • Sesquialter 2f. (rep. c°)
  • Vorabzug 2 2/3' *
  • Scharff 3f. 2/3'
  • Regal 8'
  • Tremulant

Pedalwerk

  • Subbaß 16'
  • Flötenbass 8'
  • Pommer 4'
  • Mixtur 3f. 2'
  • Fagott 16'

Bei dieser Orgel zählt zu den Spielhilfen: 

  • 3 Normalkoppeln
  • Schwelltritt BW

Tonumfang:

  • der Manualwerke: C-g³
  • des Pedalwerkes: C-f’

Anmerkungen: * = Im Jahr 2002 erfolgte eine Erweiterung (Cornett) und Umintonation des Instrumentes. 

 

Im Juni 1979 wurde die Orgel auf ihren jetzigen Standort versetzt. Sie stand vorher auf der anderen Seite des Orgelbodens.

Damit wurde für den Kirchenchor St. St. Marien mehr Platz geschaffen und es konnte eine Art Tribüne aufgebaut werden. Darüber hinaus hat der/die jeweilige/n Chorleiter/in einen besseren Blick auf den Chor.

© Klaus Hanschen

Zu Irritationen führt das Firmenschild von Orgelbauer Alfred Führer. Danach wurde die Orgel im Jahr 1965 gebaut. Lange war man der Meinung, dass das Instrument schon an anderer Stelle aufgebaut und damit eine „gebrauchte“ Orgel war.

Es ist aber anzunehmen, dass die Firma Führer den Auftrag zum Bau einer Orgel für die St. Marien Kirche schon 1965 erhalten und darum dieses Datum für das Schild verwendet hat. Das belegt ein Überweisungsbeleg vom 16. Januar 1965 in Höhe von 15.000 DM. Alfred Führer bestätigt den Geldeingang wenige Tage später und erklärt, dass davon Zinn und Holz gekauft wurde, das „fachgerecht und versichert“ in seiner Firma. eingelagert ist.

Das am Ende verbindliche Angebot für die den Bau der neuen Orgel wurde unter dem Datum vom 30. November 1968 erstellt und belief sich auf 74.500 DM

 

Quelle:

  • * Aufzeichnungen von und persönliches Gespräch mit Herrn Fritz Schild, nach dem Tod von Alfred Führer sein Nachfolger in der Firma
  • * Archiv BMO, Vechta