St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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12. Mai 2018

Wilhelmshavener Jugend auf dem Katholikentag

Kirchenmeile und Atmosphäre in der Stadt überzeugte

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Erlebten gemeinsam einen tollen Tag auf dem Deutschen Katholikentag in Münster, v. l.: Filip Weiner, Elias Bümmerstede, Keno Eiben, Sophie Kirstges und Anna Topel.

Es waren gleich zwei Premieren für die fünf Jugendlichen aus Wilhelmshaven, die am Freitag (11.05.) der Einladung von Pfarrer Andreas Bolten zu einer Tagestour zum Katholikentag folgten. Es war der erste Besuch in der Innenstadt der Bistumshauptstadt und ihre erste Teilnahme an einem Katholikentreffen dieser Größe. Ihre Erwartungen wurden übertroffen – sie wurden sehr positiv überrascht. 

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v. l.: Filip Weiner, Elias Bümmerstede, Keno Eiben, Sophie Kirstges und Anna Topel.

Ich habe es auf dem Katholikentag verklemmter erwartet“, berichtete Sophie Kirstges. „Hier ist alles echt positiv, freundlich und offen“, zeigte sich die 15-jährige erfreut. Sophie, Anna Topel, Elias Bümmerstede, Keno Eiben und Filip Weiner machten sich als Firmgruppe auf den Weg. Sie starteten am frühen Morgen mit Pfarrer, Pastoralreferent und Katechetinnen in Wilhelmshaven.

Auf dem Münsteraner Schloßplatz angekommen, unternahmen sie einen Besuch auf der Kirchenmeile. Viele Bistümer, Hilfswerke und kirchliche Einrichtungen stellten sich dort der Öffentlichkeit vor. In den zahlreichen Pagodenzelten wurden sie mit vielfältigen Themen konfrontiert, auch schwierige Inhalte wie sexueller Missbrauch, Abtreibung und Kinderehe waren darunter. 

Es habe jede Menge Geschenke gegeben, so trugen alle fünf ein Armband mit der Aufschrift „Wenn keiner geht, gehe ich“. Für Filip heißt das, dass man auf sich selbst vertrauen müsse, Ängste überwinden und sich selbst auf den Weg machen solle, auch wenn kein anderer mitkomme. „Ich kann auf mich zählen“, betonte der 15-jährige. Natürlich gebe es dabei auch einen Bezug zu Gott, sagte er. Man könnte sagen, dass er mir dabei hilft, Selbstvertrauen zu haben. Dabei betonte der Jugendliche das Wort „könnte“. „Ich glaube an Gott, aber nicht so extrem“ erzählte er, in manchen Punkten vertraue er den Historikern, in anderen glaube er an Gott, sagte Filip. 

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Anna Topel

An einem Stand wurden ihre Vornamen in die arabische Sprache übersetzt. Die Gemeinschaft Sant‘ Egidio möchte darauf aufmerksam machen, dass es in Burkina Faso und Mosambik Menschen ohne staatliche Registrierung gibt, die deutlich schlechter vor Gewalt und Unrecht geschützt seien. „Freut euch, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind“, steht unter der Übersetzung. 

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Sophie und den anderen wurden ihre Vornamen in die arabische Sprache übersetzt.

„Es ist echt gut hier, viele Sachen werden angeboten, ein wirklich großer Aufriss“, berichtete Keno als jüngster in der Gruppe. Es sei aufregend, man sehe viele verschiedene Leute. „Es ist eben die ganze Stadt auf den Beinen“, zeigte er sich begeistert. Sie seien zum Katholikentag gefahren, weil so bald ein solches Ereignis nicht mehr in der Nähe sein werde. „Ich habe erwartet, dass mir so übertrieben kirchlich begeisterte Menschen alles Mögliche andrehen wollen“, erzählte er, das habe er in Münster dann aber nicht erlebt. 

Bei einem Eis saßen sie kurz vor Ende ihres Katholikentags-Tages in einem angedeuteten Amphitheater, das aus Europaletten errichtet wurde und zum Verweilen einlädt. Später wollten Sie noch zu den „Alten Bekannten“ auf den Platz vor dem Münsteraner Schloss. Nach dem Konzert der bekannten A capella Gruppe würden sie sich dann wieder auf den Weg in die nördliche Spitze des Bistums Münster machen

Johannes Hörnemann