St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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05. März 2018

Rückblick Weltgebetstag der Frauen 2018

„Wie über Länder, über Meere, der Morgen ewig weiterzieht, tönt stets ein Lied zu deiner Ehre, dein Lob, vor dem der Schatten flieht“, heißt es im „WGTs-Lied“, mit dem der WGTs-Gottesdienst alljährlich endet.

So feierten Frauen im Pazifik und in Ostasien ihre WGTs-Gottesdienste, während wir in Deutschland noch schliefen.

Surinam

Surinam, das kleinste unabhängige Land Südamerikas, war in diesem Jahr Weltgebetstagsland mit dem Thema: „Gottes Schöpfung ist sehr gut.“

In Surinam findet man ein einzigartiges Phänomen.

Dort leben Menschen aus vier Kontinenten und unzähligen Volksgruppen seit Jahrhunderten relativ friedlich zusammen:
Arawaks, die Ureinwohner Surinams,
Europäer: Italiener seit Kolumbus, Holländer und Engländer,
Maroons, die Nachkommen der Sklaven aus Westafrika,  die von den Plantagen in den Regenwald fliehen konnten,
Kreolen, die gemischten Nachkommen der Europäer u. Sklaven,
Nachkommen der Vertragsarbeiter, die nach Abschaffung der Sklaverei aus China, Indien und Indonesien ins Land kamen.

Hintergrundinformationen zur Flagge Surinams
Die neue Flagge stammt aus dem Jahr der Unabhängigkeit, 1975. Aus der alten Flagge wurde die Idee der Ethnien aufgenommen und in den einen Stern integriert (5 Zacken für 5 Ethnien)

Farben der Flagge:
Die Streifen oben und unten sind grün, sie stehen für Hoffnung und Fruchtbarkeit des Landes.
Die weißen Streifen stehen für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden.
Der mittlere Streifen ist rot, er steht für Liebe, Fortschritt und Wohlstand.
Der gelbe Stern im roten Streifen repräsentiert die Einheit der ethnischen Gruppen in Surinam.
Es gibt auch die zusätzliche Deutung des Sterns - als Symbol für eine „goldene Zukunft“ des Landes.

Für dieses friedliche Zusammenleben der Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Wurzeln gibt es sogar ein surinamisches Wort: Moksi.

Moksi kann sowohl mit „Mischmasch“, als auch mit „gemeinsam“ übersetzt werden.

„Moksi“ bedeutet, sich auf die Vielfalt einzulassen, von anderen Religionen und Kulturen zu lernen, oder sie zumindest zu tolerieren.

Moksi fordert auch uns in Deutschland auf, unser Zusammenleben mit vielen Kulturen und Religionen als Schatz zu begreifen.

Gottesdienste

In Wilhelmshaven/Sande/Roffhausen feierten wir 3 der weltweit unzähligen ökumenischen WGTs – Gottesdienste; z.B. im Stadtnorden in der Friedenskirche.

Dort versammelten sich ca. 65 Menschen über Konfessionen und nationale Grenzen hinweg.

Im Mittelpunkt stand die Schöpfungsgeschichte.

7 Frauen sprachen für 7 Surinamerinnen aus den verschiedenen Ethnien:

•Alima, eine Arawak
•Muyinga, eine Maroon
•Mei Ling, mit chinesischen Wurzeln
•Carolina, eine Kreolin                 
•Willemien, mit niederländischen Vorfahren
•Shanti, mit indischer Abstammung
•Kartini, mit indonesischen Wurzeln schilderten ihre Lebenssituation und baten in den Fürbitten um die Bewahrung der Schöpfung.

Mit einem meditativen Tanz wurde das Thema vertieft.

Im Liedtext heißt es: „Kümmert euch um die wertvolle Schöpfung - Erde, Himmel, Meer und Stein. Haltet die Erde in Heiligkeit.“

Unsere Kollekte (344,86 €), weltweite Solidarität auf Augenhöhe, unterstützt Frauenprojekte, damit Frauen überall auf der Welt ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Während wir uns an der wohlschmeckenden „surinamischen Speisetafel“ stärkten mit - Kichererbsen, Hackfleischgerichten, Brot mit Fischpaste, Brot, Kartoffelsalat mit roten Beeten, surinamischem Nasi Goreng, Gemüsesalaten mit Süßkartoffeln, Obstsalat, Obst, Kokospudding, Kokoskuchen, Marzipan, Süßkartoffelchips, Tee, Wasser, Saft, Wein... -
wanderte die WGTs-Bewegung weiter nach Chile, Mexiko und Kalifornien.

„Wie über Länder, über Meere, der Morgen ewig weiterzieht...“

Christa Hugenberg

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