St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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Chöre singen zwischen Bücherregalen

KULTUR - Zweite „Nacht der Chöre“ an drei Orten in Wilhelmshaven – Gruppen zeigen ihr Repertoire

Vom Popsong bis zur Gregorianik hat die zweite Nacht der Chöre den musikalischen Bogen gespannt.

„Es geht um den Spaß am Singen“, fasste es Kantor Klaus Eldert Müller zur Begrüßung zusammen.

Dass nun die große Akustik der St. Willehad Kirche wirklich so anstrengend für die Chöre war wie von ihm befürchtet, konnte man nicht feststellen.

Mit Körperperkussion ging es beim Popchor „Simply Twäng“, wie sich „The Twäng“ seit Kurzem nennt, in der Christus- und Garnisonkirche unter Leitung von Anna Rabea Pacheco los.

„Believer“ war ein bekanntes Lied, das auch oft im Radio zu hören ist und hier mit vollem Körpereinsatz vorgetragen wurde.

Auch die Stadtbibliothek wurde an diesem besonderen musikalischen Abend wieder zur Bühne für die Chöre.

Sängerin schenkte dem Kantor ein Stück

Der Evangelische Chor Altengroden mit seiner musikalischen Leiterin Susanne Knoche-Pirsich hatte ein schönes, ausgewogenes Programm aus Kirchenliedern, wie sie sich im Gesangbuch finden, aber auch modernen Stücken des Franko-Schweizers Frédéric Debons und Spirituals mitgebracht.

Der Chor begleitet zahlreiche kirchliche Anlässe, mittlerweile in der gesamten Nordgemeinde.

Ebenfalls aus ihrer Liturgie stammten jene Stücke, die der St. Willehad Chor im Gepäck hatte.

Allerdings scheue man auch keinen Auftritt in einer evangelischen Kirche, meinte Chorleiter und Kantor Robert Pernpeintner augenzwinkernd.

Das Lied „Die Ameisen“ nach Gedichten von Joachim Ringelnatz wurde von Gertraud Kaltenecker geschrieben, einem Mitglied aus Robert Pernpeintners erstem Chor.

„Sie bedankte sich stets formvollendet, wenn wir eines ihrer Lieder sangen, und überreichte ein selbstgestaltetes Dankeskärtchen“, erinnerte er sich an die Sängerin.

Der Kammerchor Wilhelmshaven der Neuapostolischen Kirche unter Leitung von Kantor Gerrit Junge hatte sich die Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit auf die Fahnen geschrieben. „We are the World“ stimmte auf ihren Beitrag ein.

Am Ende stand „Mensch sein“, inspiriert von dem Appell Margot Friedländers, ein in diesem Jahr veröffentlichtes Lied.

Bereits seit 114 Jahren prägt der St. Marien Chor bereits die Stadtgeschichte nach eigener Aussage mit.

Feierlich erklang unter anderem „Wenn ich nur Dich habe“ von Reinhold Succo, der sich als Pfarrer der Thomaskirche in Berlin im 19. Jahrhundert noch über 150.000 Gemeindemitglieder freuen durfte.

Ausklang mit Abendliedern in der St. Willehad Kirche

Mit „I like the Flowers“ zog der „Just for Fun“ Chor in St. Willehad ein, Klaus Eldert Müller am Akkordeon.

Von der Psalmballade bis zum „Kleinen, grünen Kaktus“ hatte der im Februar gegründete Chor ein enorm breites Repertoire.

„Wir sind kein Chor wie die anderen, aber uns gibt es halt auch“, sagte Robert Pernpeintner über seine Choralschola St. Willehad.

Über ein Stück sagte er, es sei in 800 Jahren nur zweimal aufgeführt, von ihnen nun zum dritten Mal.

Mit Abendliedern in Bankreihen klang die Nacht, an der auch der Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche, die Banter Kantorei, der Jugendchor St. Willehad, der Volkschor und der Männerchor Wilhelmshaven Anteil hatten, in der St. Willehad Kirche aus.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung von Henning Karasch vom 8. Juni 2026

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