St. Willehad Katholische Kirchengemeinde Wilhelmshaven

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Kirchenmusiker setzen Zeichen für die Ökumene

Robert Pernpeintner, Klaus Eldert Müller und Gerrit Junge sind die drei hauptamtlichen Kirchenmusiker der Stadt.

Gemeinsam wollen sie das kulturelle Profil schärfen.

Mit der Rückkehr der „Evensong“-Reihe, einer zweiten „Nacht der Chöre“ und dem ersten Wilhelmshavener Orgelsommer bringt das Trio frischen Wind in die Kulturszene der Jadestadt.

Dabei steht auch stets die gelebte Ökumene im Vordergrund.

Denn die drei Kirchenmusiker sind einander freundschaftlich verbunden und schätzen sich.

Ein Jahr voller musikalischer Höhepunkte

Drei Kirchenmusiker der Stadt planen gemeinsame Veranstaltungen – Die Orgel rückt dabei in den Fokus

Das kulturelle Profil der Stadt schärfen – das ist die Idee von Robert Pernpeintner, Klaus Eldert Müller und Gerrit Junge.

Die drei Kirchenmusiker setzen dabei auf eine lebendige Ökumene, die besondere Vielfalt der Chormusik und rücken ein Musikinstrument wieder in den Fokus: die Orgel.

Viel vorgenommen haben sich die drei Musiker für dieses Jahr.

Ökumenischen Gedanken leben

Mit dem Amtsantritt von Stadtkantor Klaus Eldert Müller im September 2025 ist das Trio der Kirchenmusiker nun wieder vollzählig.

„Wir sind uns freundschaftlich verbunden und schätzen einander sehr“, sagt Gerrit Junge (Leiter der Kirchenmusikabteilung der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland). „Gleichzeitig wollen wir mit dieser Zusammenarbeit auch den ökumenischen Gedanken leben.“

Drei große Veranstaltungen planen sie für das Jahr

Im Februar kehrt die „Evensong-Reihe“ zurück.

Diese Abendandacht aus der anglikanischen Tradition lässt den Tag mit Musik, Gesang und Psalmen ausklingen.

Das Besondere: Die drei Kirchenmusiker und ihre Chöre besuchen einander in ihren Gemeinden und leben so die ökumenische Gemeinschaft.

„Wir ziehen reihum und bringen unsere Chöre mit“, erklärt Robert Pernpeintner, Dekanatsmusiker der katholischen Kirche.

Das Format stieß schon zu Beginn im Jahr 2024 auf große Resonanz.

Auch an den Erfolg der ersten „Nacht der Chöre“ aus dem vergangenen September wollen die Musiker unbedingt anknüpfen und die Chor-Vielfalt der Stadt wieder sichtbar machen.

Chorgesang an überraschenden Orten

Und das weit über den kirchlichen Rahmen hinaus. In der Christus- und Garnisonkirche, der Stadtbibliothek und der Nordseepassage wechseln die Chöre alle 30 Minuten, wobei jeder Auftritt kompakte zehn Minuten dauert.

„Die Resonanz war wirklich großartig“, sagt Junge. Besonders die Atmosphäre an ungewöhnlichen Orten wie der Stadtbibliothek habe begeistert. Dass die Verantwortlichen der Bibliothek und der Nordseepassage sofort für eine zweite Runde zugesagt haben, spreche für sich.

Lediglich eine kleine Optimierung für die Nordseepassage wollen sie vornehmen. „Vielleicht starten wir dort früher oder binden gezielt Kinderchöre mit ein“, sagt Müller.

Zudem soll ein vierter Veranstaltungsort in Planung sein, den wollte Junge allerdings noch nicht verraten.

Ein Orgelsommer als Impulsgeber

Das Orgelrepertoire gilt als eines der größten und ältesten Repertoires aller Musikinstrumente und doch verliert es außerhalb der Gottesdienste zusehends an Bedeutung.

Mit dem ersten Wilhelmshavener Orgelsommer wollen die Kirchenmusiker genau das ändern.

Ab August bis zum 11. September lädt die Reihe wöchentlich zu Konzerten in verschiedene Kirchen der Stadt ein.

Junge Menschen für das Instrument begeistern

„Das ist ein einmaliges ökumenisches Format, das es bislang hier in Wilhelmshaven so noch nicht gegeben hat“, sagt Stadtkantor Müller. Ziel sei es, das Instrument aus seiner Nische zu holen. „Natürlich ist es auch ein wenig Eigennutz“, räumt Pernpeintner ein. „Denn auch wir brauchen Nachwuchs und wollen junge Menschen für das Instrument begeistern.“

Mit einem Familienkonzert soll der Orgelsommer dann enden.

Dort soll unter anderem auch die spielerische Vermittlung des Orgelaufbaus im Fokus stehen.

Und zugleich versteht sich die Veranstaltungsreihe auch als Impulsgeber für den künftigen Erhalt und die Nutzung der Orgeln innerhalb des Stadtgebiets.

Denn da sind sich alle einig: Es ist noch Luft nach oben.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung von Kea Ulfers vom 29. Januar 2026

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